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Das Ende der PR-Agenturen?

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Wir erleben derzeit einen enormen Umbruch. Es gibt kaum eine Branche, die nicht vor erheblichen Herausforderungen steht und das bewährte Geschäftsmodell ändern muss. Banken und Versicherungen müssen neue, smarte Produkte entwickeln, da StartUps mit disruptiven Modellen einen über Jahre hinweg stabilen Markt bedrohen. Andere Branchen, wie z. B. die Transport-, Logistik- und Tourismusindustrie, erleben durch die Corona-Krise eine vor wenigen Monaten noch undenkbare Marktbereinigung. Diese Liste könnte endlos fortgeführt werden. Dabei haben alle Unternehmen eines gemeinsam: Die Herausforderungen sind extrem komplex. Entsprechend individualisiert müssen die Lösungsansätze sein. Was bedeutet das für Agenturen? Reicht es aus, nur einen Bereich wie PR oder Social Media abzudecken?

Trend 1: Interdisziplinäre Lösungsansätze

Agenturen, die nur auf eine Disziplin setzen – sei es PR, Social Media, Event oder Inbound Marketing – geben auf unterschiedliche Fragestellung immer dieselbe Antwort, arbeiten mit denselben Methoden auf den immer wiederkehrenden Kanälen. Ich befürchte, dass diese „One Trick Ponys“ es schwer haben werden, komplexe strategische Fragen aufzugreifen und Unternehmen dabei helfen können, durch individuelle Vertriebs- und Marketingkonzepte die jeweiligen Geschäftsziele kurz-, mittel- und langfristig zu erreichen. Die Kombination aus analytischer Kompetenz, strategischer Beratung, Kreation und Ableiten von maßgeschneiderten Kommunikations- und Content-Strategien ist ein zentraler Erfolgsfaktor von zukunftsfähigen Kommunikationsberatern. Agenturen, die sich im Firmennamen auf eine Disziplin reduzieren („ Mustermann PR“), werden kaum als integrierter Lösungsanbieter wahrgenommen und es bei strategischen Pitches nicht auf die Long-List schaffen. Der Markt verlangt holistische Lösungsansätze.

Trend 2: Daten plus Kreativität = Messbarkeit

Für Digital-Experten bereits ein alter Hut, für zahlreiche PR-Schaffende jedoch noch Neuland. Kreative Ideen werden auf Basis von Daten/Analytics (beispielsweise über die Zielgruppe, Marktrends oder relevante Suchbegriffe/Suchvolumina) entwickelt. Das heißt, die Erkenntnisse aus den aggregierten Daten werden in kreative Ideen gepackt und einer Content-Strategie folgend über passende Kanäle an die relevanten Zielgruppen ausgespielt. Die Ergebnisse der jeweiligen Kampagnen (zum Beispiel Shares, Likes, Kommentare, Öffnungsraten, Web-Traffic, Time-on-Site, Medienecho) werden gemessen und die so gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Optimierung und Steuerung der Kampagne ein. Messen, analysieren, optimieren – egal ob auf der eigenen Website, auf Social-Media-Plattformen oder in der klassischen Medien- und Influencer-Arbeit – ist ein zentraler Bestandteil von zukunftsgerichteter Kommunikation. Nur wer nachweislich einen Mehrwert liefert und einen messbaren Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet, wird spannende Neukunden gewinnen und Etats halten können. 

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Raphael Rahn

Gründer LEWIS Communications

Rafael Rahn hat LEWIS Communications zu einer der führenden Adressen für B2B- und B2C-Kommunikation transformiert. Außerdem tritt als Sprecher für Trends in der Kommunikationsbranche auf und ist Dozent.
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